Pumpen
Bei der Heizungsanlage kommen verschiedene Pumpentypen zum Einsatz, da sie je nach Anforderung und Laufzeit ausgewählt wurden. Auch der Anschaffungspreis spielte eine Rolle, da die Energiesparpumpen wesentlich teurer sind als Standartpumpen. Wenn diese Pumpe nur sehr wenig zum Einsatz kommt, dauert es sehr lange bis sich der Anschaffungspreis amortisiert. Allerdings fallen die Preise für die Energiesparpumpen jedes Jahr und der Strompreis steigt dazu. Nur eine Frage der Zeit bis es sich rentiert auch bei seltenem Bedarf gleich die Energiesparpumpen zu verwenden. Der Umweltbewusste machts sowiso gleich, aber bei mir war es um im Budget zu bleiben wieder eine Rechenfrage.
Als Beispiel dient die Ladepumpe für den PWT, die ich als Zikulationspumpe aufgrund ihres kleinen Volumenstromes gewählt habe. Sie kommt nur an Sonnentagen zum Einsatz und auch nur wenn das Brauchwasser erwärmt werden muss. Dazu muss die Sonnentrahlung ausreichen um die Erwärmung zu garantieren. Also kommt sie am Tag höchstens auf eine Stunde Laufzeit.
Angenommen wir haben wirklich 365 Tage im Jahr Sonne, dann ergibt sich folgende Rechnung:

  • Tägliche Laufzeit: 1 Std
  • Anschaffungspreis Standartpumpe Grundfoss Zirkulation: 80,90€
  • Anschaffungspreis Energiesparpumpe Wilo Zirkulation: 119,90€
  • Standartpumpe: Verbrauch 22W = 0,022KWh x 365 Tage x aktuellem Strompreis 0,24€ = 1,92 €/Jahr bei stabilem Strompreis
  • Energiesparpumpe: Verbrauch 4,5W = 0,0045KWh x 365 Tage x aktuellem Strompreis 0,24€ = 0,39 €/Jahr bei stabilem Strompreis
  • Differenz Anschaffung: 119,90€ - 80,90€ = 39€
  • Differenz Verbrauch: 1,92€ - 0,39€ = 1,53€

So hätte sich die Pumpe erst nach 39€ : 1,53€ = 25,49 Jahren bei stabilen Preisen amortisiert.

Da dies aber nur eine grobe Rechnung ist, wird dies aufgrund der steigenden Energierpreise sehr viel früher ausgeglichen sein. Unterm Strich bleibt keine große Differenz bei der Anschaffung mehr, aber wenn man einige Ladepumpen dazu betreibt, dann ergibt dies eine ganz andere Summe. Diese Rechnungen habe ich als Grundlage für meine Pumpenklassen genommen und überschlagen ab wann es sich lohnt wirklich Energiesparpumpen zu wählen bei den zum Zeitpunkt gültigen Preisen.



Heizungspumpe: Grundfos Alpha 2 25-60

Grundfos Alpha2 Da die Heizungspumpe die längste Laufzeit von allen hat, kommt hier eine Energiesparpumpe zum Einsatz. Sie regelt zudem noch die Leistung aufgrund des Druckverhältnisses vor und nach der Pumpe. So erkennt sie ob im Heizkreis Thermostate offen sind oder gerade geöffnet wurden. Damit passt sie sich selbständig mit der Leistung variabel von 5-45W (Modell 25-60) an. Diese Stärke und Modell wurde gewählt, da im Haus kein hydraulischer Abgleich möglich ist und das Zweirohrsystem mit der Pumpe perfekt zusammen arbeitet. Somit ist keine konstante Leistungsaufnahme, sondern eine variable je nach Tagessitiuation und Wärmebedarf der Räume. Das spart hier das meiste Geld und die Pumpe rechnet sich sehr schnell. Genaue Informationen zu der Pumpe sind HIER nachzulesen. Der Verbrauch lässt sich schwer errechnen, da die Pumpe variabel arbeitet, aber selbst in der höchsten Stufe hat sie 20W weniger als die Standartpumpe. In der Automatifunktion kommt sie allerdings beim öffnen aller Heizkörperthermostate gleichzeitig nicht über 37W hinnaus. Im Durchschnitt pendelt sie grade bei 9-26W am Tag. Eine Leistungsmessung sollte hier demnächst Gewissheit verschaffen und wird im Winter an einem richtig schönen kalten Tag erfolgen.



Ladepumpe Brauchwasser: Wilo Stratos Pico 25/1-4

Wilo Pico Für die Ladepumpe des Brauchwasser habe ich ebenfalls eine Energiesparpumpe eingesetzt, da ich noch die nächsten Jahre den alten liegenden 200l Brauchwasserspeicher von Viessmann verwenden wollte. Dadurch ergibt sich bei einem Mehrfamilienhaus natürlich eine mehrfache Ladung am Tag, weil diese für diese Personenzahl mal überhaupt nicht ausreicht. Aber solange er noch mit dem Brenner funktioniert bleibt er. Die alte Pumpe war mit 45W im Gegensatz zu dieser hier mit konstanten 7W ein wahrer Stromfresser. Zudem hatte ich das Glück diese Pumpe noch richtig billig gebraucht zu bekommen.
Genaue Informationen zu der Pumpe sind HIER nachzulesen.



Zirkulationspumpe: Wilo Star NOVA Z 15 A

Wilo Star Z Nova Da im Haus zwei Strangleitungen für Warmwasserversorgung liegen sind auch nun zwei Zirkulationspumpen im Einsatz. Bei der Demontage der alten Zirkulationspumpe musste ich feststellen, dass der längere Strang zu den Küchen mit altem schwarzen Wasser voll war. Das erklärte natürlich einiges, warum seit ich das Haus übernommen hatte es ewig dauerte bis in den Küchen warmes Wasser kam und in den Bädern sofort. Die Stränge waren unterschiedlich lang und somit ging das Wasser den leichteren Weg durch die Zikulationsleitung der Bäder, weil die kürzer war. Also trennte ich die Leitungen auf und verbaute zwei Zirkulationspumpen, nachdem ich die Leitungen sorgfältig mit 75°C warmen Wasser gespült hatte. Nun gibts es im ganzen Haus endlich sofort warmes Wasser bei Bedarf. Dabei hat sich eine Laufzeit von je 10min alle volle Stunde als beste Methode erwiesen aufgrund der Leitungslängen. Somit komme ich auf eine Gesamtlaufzeit von 2,5 Stunden pro Tag im Zeitproramm. Bei 2 Pumpen als Energiesparpumpen ergibt sich so ein Tagesbedarf von 0,0225 KWh und im Jahr von 8,2KWh
Diese Pumpe taucht auch oben in der Berechnung auf!



Ladepumpe PWT: Grundfos UP 15-14 B

Grundfos UP 15-14 Diese Pumpe kommt nur selten zum Einsatz, daher wurde sie als Standartpumpe ausgelegt. In Deutschland gibt es durchschnittlich 1300-1900 Sonnenstunden im Jahr. Umgerechnet auf einen täglichen Durchschnitt von 10 Stunden ergeben sich so 190 reine Sonnentage. Jahreszeiten und Sonnenstand mal vernachlässigt. Das heisst, dass diese Pumpe im Jahr höchstens 200 Tage á 1 Stunde läuft und somit keine Relevanz beim Energieverbrauch in meiner Rechnung spielt. Sie muss lediglich bei Anforderung Brauchwasser und bei ausreichend Sonnenschein das Brauchwasser durch einen Edelstahl-Plattenwärmetauscher pumpen um damit direkt das Brauchwasser zu erhitzen.
Diese Pumpe taucht auch oben in der Berechnung auf!



Ladepumpe Ölbrenner: Grundfos UP 25-40 B

Grundfos UPS 25-40 Diese Pumpe wurde ebenfalls als Standartpumpe ausgelegt und wird allerdings drehzahlgeregelt betrieben. Der Vorlauf des Ölbrenners soll konstant auf 72°C geregelt werden. Dies ist nur mit einer PID-Funktion möglich mit dem netten Nebeneffekt das man wieder Energie spart, trotz einer Standartpumpe. Zwar nicht in einem Bereich einer wirklichen Energiesparpumpe, aber man bewegt sich in einem Leistungsband hier von 15-45W durch die Drehzahlregelung. Zudem kommt diese Pumpe auch nicht oft zum Einsatz, da der Ölbrenner nur noch zur Abdeckung der Spitzenlast und in den Übergangszeiten dient. Oder aber auch wie in diesem üblen Sommer immer wieder, weil die Sonne einfach sich nirgends blicken lies und es für den Wasserkamin noch zu warm war.