Solar
Mit der Auswahl der Kollektoren scheiden sich die Gemüter. Beide Kollektortypen haben ihr Vor- sowohl auch Nachteile. VRK (Vakuumröhrenkollektoren) haben aufgrund ihres Aufbaus einen höheren Ertrag als FK (Flachkollektoren). Allerdings haben VRK bei gleicher Bruttofläche den FK gegenüber bis zu 30% weniger Aperturfläche. Somit verschiebt sich bei identischer Bruttofläche der Vorteil zugunsten der FK. Wer keine begrenzte Dachfläche zur Verfügung hat, der ist mit den VRK besser beraten, da diese auch bei tiefen Umgebungstemperaturen und widrigen Lichtverhältnissen die bessere Ausbeute haben. Vor allem wer sie in Verbindung mit Fußbodenheizung einsetzt.

Allerdings war in diesem Fall die Dachfläche begrenzt. Es standen lediglich ~18m² zur Verfügung.
Mit FK der Marke Hewalex waren somit 8 Stück mit einer reinen Aperturfläche von 14,6m² und einer Bruttofläche von 16,7m² möglich.
Mit VRK der Marke Sunrain waren somit 4 Stück mit einer reinen Aperturfläche von 11,2m² und einer Bruttofläche von 19,6m² möglich.
Somit waren die VRK nicht in der Aperturfläche kleiner, sondern auch im Baumaß zu groß. Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass im Sommer bei zu hohem Ertrag über die FK rückgekühlt werden kann oder im Winter eine Schneedecke abgetaut werden kann, sofern sich eine bilden sollte.



Kollektoren: Hewalex KS2000TLP

Hewalex KS2000TLP Hewalex KS2000TLP Eine lange Suche und Vergleich ergab einen immensen Preisunterschied und auch die Leistungswerte schwankten sehr. Als optimaler Vergleich diente hier ein unabhängiges Institut in der Schweiz, welche alle Kollektoren unter gleichen Bedingungen testete. Somit waren direkte Vergleiche gegeben und die Auswahl fiel letztendlich auf die Hewalex KS2000TLP. Bei einem äußerst günstigen Preis waren bei diesem Kollektor sehr gute Werte bei niedrigen Verlustwerten erzielt worden.

  • Länge: 2018 mm
  • Breite: 1037mm
  • Höhe: 89mm
  • Bruttofläche: 2,09m²
  • Aperturfläche: 1,82m²
  • Wärmeträgervolumen: 1,1l
  • Gewicht: 39kg
  • Wärmeverlust a1: 3.80 W/(m²K)
  • Wärmeverlust a2: 0.0067 W/(m²K²)

Momentan sind 7 Stück verbaut, da noch eine Stromleitung als Dachspeisung dient und somit den Platz für den 8ten Kollektor bindet. Dieser ist jedoch schon vorbereitet, da spätestens 2013 diese Dachleitung weicht und somit der 8te Kollektor eingebracht werden kann. Genaue Informationen zum Kollektor sind hier nachzulesen.



Solarpumpenstation: Tacosol FV70

Tacosol FV 70 Die FV70 ist eine kombinierte Einheit die bereits die Pumpe, Regulierung und Entlüftung beinhaltet. Sie ist aufgrund der Leitungslängen um Durchflussraten der Kollektoren ideal ausgelegt und in Verbindung mit der Drehzahlregelung der UVR1611 den jeweiligen Bedingungen anpassungsfähig. Durch die Absperrventile und Befülleinrichtung lässt sich die Anlage einfach befüllen und entlüften.
Durch die vorhandenen Thermometer und Druckanzeige kann die Anlage direkt abgelesen werden. Hierbei wurde ein geringerer Druck von 2,3bar gewählt, entgegen der gängigen Methode mit 4-5bar die Anlagen zu betreiben. Das gibt ein Polster bei einer möglichen Stagnation, bevor das Sicherheitsventil die Anlage in einen Behälter entleeren würde.



Melec Kugelventil Zonenventil: Melec 3-Wege Kugelventil

Für die Umschaltung der Puffer und die ZUschaltung des PWT für die Trinkwassererwärmung wurde ein Kugelventil mit hoher Durchflussrate gewählt. Auch die Bestromung sollte ein Faktor spielen, da das Ventil in der jeweiligen Endlage keinen Strom verbrauchen sollte. Durch die Endlagenschalter wird der Motor abgekoppelt, bis auf der anderen Ader eine Spannung anliegt, wobei er dann wieder zurück fährt bis zum Endschalter. Dadurch ist zwar mit einem Wechselkontakt an der UVR1611 zu arbeiten anstelle eines einfachen Schließers, doch dies ist aufgrund der hohen Verfügbarkeit kein Problem.



Ausdehnungsgefäß: WIP SW60V

WIP SW60V Die Solaranlage hat ein Füllvolumen 38l. Die nächstmögliche Größe beim Ausdehnungsgefäß war somit 60l. Der Vordruck wurde dem der Anlage angepasst.