Ölbrenner
Brenner mit Brauchwasserbehälter aus Altbestand

Man hatte damals einen Viessmann Ölbrenner mit 45KW mit montiert, aber die Hydraulik nicht angepasst durch einen Puffer. Somit was die Anlage gnadenlos überdimensioniert, was sich in der häufigen Taktzeit mit relativ kurzen Laufzeiten niederschlug. So lange allerdings die Ölpreise noch nicht beim Volltanken (8000l Öltank) ein Loch in die Haushaltskasse rissen war der Verbrauch und die Dimensionierung zweitranging. Es war schlichtweg ein bezahlbarer Luxus den man gepflogen ignorierte. Wenn allerdings in heutigen Zeiten bei knapp 0,82€/l vollgetankt werden muss, sieht das Ganze wesentlich anders aus. Da ein komplett neuer Brenner oder gar eine Wärmepumpe nicht im Budget lagen und der Kaminfeger Bestwerte für die Anlage bescheinigte wurde beschlossen, die Viessmann-Anlage bestehen zu lassen und als Spitzenlastabdeckung zu nutzen bis sie irgendwann defekt oder absolut unrentabel ist.

Denn neben einer Umrüstung auf neue Technik mit Brennwert stünde auch eine Schornsteinsanierung an, da für diese der jetzige nicht verwendbar wäre. Also alles Folgekosten die einzukalkulieren sind.

Ebenso war der Brauchwasserbehälter im Innenleben aus Edelstahl gefertigt und somit im Zustand wie am ersten Tag, was eine Überprüfung ergeben hatte. Deshalb wurden beide Altkomponenten in die aktuelle Anlage integriert und der freiwerdende Platz beim Ausbau wird in Zukunft dann für einen stehenden Brauchwasserspeicher und kleineren Brenner ausreichen.

2009 wurde noch der 45KW-Brenner gegen einen Elco 2000 mit 25-35KW getauscht, da der Viessmann defekt war. Man nutzte gleich die Möglichkeit den Brenner zu verkleinern und im Zuge die Steuerung zu tauschen um zumindest ein klein wenig Sparpotenzial zu haben. Damals war noch gar nicht daran gedacht worden die Anlage jemals groß umzubauen, obwohl dort schon die Preise für Heizöl langsam anzogen.

Die aktuelle Steuerung moduliert den Brenner weiterhin, hat aber sonst keinen Regeleinfluss auf die Anlage. Sie bekommt lediglich eine externe Freigabe von der UVR1611, die in die Sicherheitskette integriert wurde um den Brenner an- und auszuschalten. Der Fühler für das Brauchwasser wurde belassen, da Viessmann eigene Widerstandswerte benutzt. Der Setpoint für das Brauchwasser wurde auf 85°C gestellt um der Anlage eine ständige Anforderung zu geben, die durch die UVR1611 in der Sicherheitskette allerdings unterbunden wird. Somit wird jedes Mal der Brenner eingeschaltet wenn die UVR1611 die Freigabe wegen Brauchwasser oder Heizung erteilt. Dies hat auch den Vorteil das bei einem Totalausfall der UVR1611 der Brenner noch durch einfaches Fühlerumstecken und Setpoint ändern sofort als Notreserve einspringen könnte.

Folgende Eckdaten hat der Viessmann Vitola Biferral-ET

Ölbrenner Steuerung
  • Anlage Bj.1984
  • Brennerleistung 35-43KW
  • Kesselinhalt 114l
  • Maximale Vorlauftemperatur 110°C
  • Jahresverbrauch bisher ~ 3600l Heizöl
  • Liegender Unterbau-Brauchwasserspeicher 200l
  • Brauchwasserspeicher komplett in Edelstahl
  • Brenner Elco 2000 EL01A-3H
  • Steuerung Vitotronic 200 KW1